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Eine Stunde am Tag.

JETZT ist es wieder so weit, denn mein Kopf hat Schnupfen, er ist wieder an einer Grippe erkrankt. Die Ärzte nennen es BORDERLINE. Wenn man Worte groß schreibt, wirken sie so bedrohlich, ja gar beängstigend. Wie das Wort AIDS. Also werde ich böse Schreckensworte ebenfalls klein schreiben, so kann man dem Übel ein bisschen den Wind aus den Segeln nehmen. Eine Stunde am Tag, was das bedeutet? Mein werter Kopfarzt ist entwichen, meine Arznei – unsere Gespräche fehlen mir, also dachte ich an automatisches Schreiben. Eine Stunde am Tag. Daraus kann etwas hervorragendes, schönes entstehen, jedoch auch eine Menge Chaos, unbrauchbare Schnipsel, wirre Versuche besonders intellektuell über das Leben zu philosophieren & sich in Worten & gedachter Zauberwelt zu verlieren. Es ist eine Hausaufgabe an mich selbst, um mich besser zu erstehen, meine Emotionen zu kontrollieren. Die Zusammenbrüche, die Gott weiß warum zum Glück immer weniger werden & nicht mehr so stark ausarten. Dafür breitet sich jetzt im Alter etwas anderes auf mein Leben aus, es ist eine anhaltende Anspannung, doch ich bin froh darüber. Früher war es kaum auszuhalten. Als würde ein Dämon in meiner Brust hausen & mein Herz, meine Seele durch den Fleischwolf drücken. Es brannte, es stach, es fühlte sich an wie ein Tod den man immer wieder sterben muss, der gleiche einsame Tod, auf tausende erdenkliche grausame Weisen. Dieser Dämon in mir, manchmal kann ich in spüren, er bleckt die Zähne & reibt sich schadenfroh seine Hände. Es ist mein Dämon, ich kann ihn schlafen lassen, ich kann ihn ruhen lassen, doch ich kann ihn auch wecken & für mich arbeiten lassen. Wenn ich die Sehnsucht habe, mich in Luzifers Hände zu begeben und Schutz unter seinen mit Teer bedeckten Flügeln zu finden, so muss ich einfach nur rufen. Er kommt. Er ist konsequent & unerbittlich, doch so schwierig ihn wieder bei Seite zu schaffen wenn man genug hat. Wenn man dem Tot wieder einmal so verdammt knapp entwichen ist. Man gleitet aus seinen Händen & dann kommt der Fall. Der Körpereigene Überlebensmodus reagiert, es ist als würde Batteriesäure durch meine Adern fließen & die Luft die in meine Lunge gepumpt wird, ist verwest mit abartigen Gedanken meiner Mitmenschen. EMPATHIE, dieses Wort sollte groß geschrieben werden. Wenn man alles spürt, vor allem die Dämonen der Mitmenschen, die Dämonen der Liebenden... Was glaubt ihr, wie sich das anfühlt? Manchmal habe ich schlafende geweckt, so wahr mir Gott helfe, ich habe es mit Absicht getan. Dieses Spiel mit dem Bösen ist so verfüherisch, zu wissen dass man selbst die Fäden ziehen kann. Zu sehen, wie sich menschliche Marionetten, vor Schmerz & Veränderung winden, weil ihre bösen Geister erwacht deren Brust zerreißen, sie kommen zu mir. Diese armen Menschen kommen zu mir. So wollen sie Hilfe, so suchen sie Schutz. Es ist wie eine Sucht & wahrscheinlich ist dieses Gefühl, in die Augen der menschlichen Seele zu blicken, alles zu spüren wie Nahrung für meine Seele. Es haust nicht nur schlechtes in uns, doch so gibt es Wesen bei denen das Böse überwiegt, sogleich fällt mir ein passender Mensch ein. Ebenso gibt es Menschen bei denen das Gute überwiegt, hier sammeln sich einige Gesichter vor meinem inneren Auge. Doch, was wäre wenn einer dieser diabolischen Menschen, mit einem dieser Engel kollidiert, sagen wir es reagiert etwas, es entsteht Liebe und aus dieser Liebe heraus entsteht dann ein Kind. Welch Chaos herrscht in dieser Seele, welch grausames Chaos dass es zu bezwingen gilt. Dieses Kind bin ich. Ich bin auch ein Kind Gottes, wie jedes Kind, doch so bin ich auch ein Kind Luzifers. Nun denn, sagen wir meine Eltern sind Engel, einer Kämpft für die Unterwelt & dafür, die Menschen in das Licht zu führen & der andere Teil in meiner Brust, der andere Teil meines Fleisches kämpft für die Liebe, das Licht, das Reine & Gute. So ist es ein stetiger Disput der mir tagtäglich das Leben erschwert. Welche Götter stehen an meiner Seite? Die, die ich wecke & die Götter denen ich meine Hand reiche, diese halten meine Hände, oder sie halten mich fest. Oder sie halten mich fest... Kann man auf diesem Wege weiterkommen, sich entwickeln? Manchmal habe ich den Wunsch sie schlafen zu legen. Alle schlafend zurück zu lassen & selbst in Licht aufzugehen & mir einen Platz im Universum zu sichern. Auf diese kleinen Seelen aufzupassen, kleine Menschen zu steuern. Es ist eigentlich eine Arbeit wie ich sie jetzt auch ausübe... Ich bin müde, meine Augen sind schwer, dabei bin ich erst 5h wach & schlief fast 11h. War es zu viel Schlaf? Kann ein Mensch zu viel schlafen? Mir kommt gerade eine spontane neue Idee, ich werde nicht nur meine wirren Worte auf dieser Seite veröffentlichen, sondern auch meine Träume. In den letzten Tagen & Wochen träumte ich einige Dinge. Schöne Dinge! Heute Nacht träumte ich, eine Taube zu zähmen, sie war so wunderschön. Ihr Gefieder war grau & leuchtend lila. Sie war über & über mit zauberhaften kleinen Federn bedeckt. Diese Taube hatte die größe eines kleinen Kindes. Sie wirkte majestätisch & voller Liebe. Sie traute mir, blickte mich an. Ich erinnere mich an ihre Augen, der Blick war durchdringend. Ich lebte in einer Art Kellerloch, der Boden war mit Staub bedeckt, überall waren diese eckigen Einkerbungen auf dem Boden, diese großen Löcher. Ich hatte kein Möbelliar, außer der 3 alten Duschkabinen, in denen allerdings kein Wasser lief, sondern meine vermoderte Garderobe hing. Ich wollte mich umziehen, doch es gelang mir nicht. Ich wollte mich beeilen, Freunde eilten zu Hilfe, Ich hatte alles verdreht, hatte es links herum an, die Knöpfe fehlten, der Stoff riss, für wen machte ich mich fertig? Ich war wieder allein mit meiner schönen Taube. Sie kam auf mich zu & legte ihren Kopf auf meine Schulter, ich strich ihr über das Federkleid, ihre Federn waren so seidig, sie schimmerten. Ich war in diesem Moment glücklich. Allein mit meiner Taube in diesem Moloch. Dieses Kellerloch ohne Lichtzufuhr, es ist als lege sich Staub auf meine Lunge wenn ich darüber schreibe. Ein wirrer Traum, aber ein schöner Traum. Nun denn, man kann wahrlich nicht sagen dass er voller Hoffnung ist, aber Tiere in meinen Träumen sehe ich immer wieder als kleine Helfer die mir Botschaften aus meiner Seele überbringen. Gestern Abend, lief ich mit meiner Gefährtin nach Hause, sie läuft immer an meiner Seite, oder dicht hinter mir. Gestern war es anders. Sie duckte sich & schlich auf der Straße umher, schnell & konzentriert. Sie bog ab & auf einem Stück Grün stand eine Taube. Madame roch an ihr, ihr Schnabel berührte ihre feuchte Nase, es war als würden sie miteinander sprechen. Die Taube sah mich an, sie sah meinen Hund an. Menschen kamen hinter uns, sie riss ihre Augen auf & flog davon. Sind Tiere Boten? Botschafter? Alle Welt denkt Tauben sind die Ratten der Lüfte. So denke ich nicht. Es sind edle Tiere. Als Kind bekam ich beigebracht einen bogen um sie zu machen, sie seien dreckig, krank, schmutzig & würden den Menschen nur Leid antun in dem sie durch ihren verkeimten Kot die Straße bemalten. Eine Stunde am Tag, in drei Minuten ist sie vorüber. Diese eine Stunde am Tag, in der ich mich mit mir und meiner Seele beschäftigen muss, mit den Dingen die mir begegnen, ich glaube es ist wirklich eine Art von Arznei. In meinen Ohren dröhnt ein Klavierstück, ist das die Melancholie eines Nachbarn? Ich wünsche ihm auch eine Taube, jeder sollte diese Taube haben, die ihr Federkleid öffnet & die Seele schützt.
21.9.14 02:58
 


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